Startseite
  Archiv
  Berichte
  GER 33
  GER 41
  GER 283
  Impressum
  Gästebuch
  Kontakt
 



  Links
   - OK Klassenvereinigung
   - Ok-jolle.eu
   - Seglerbilder
   - Seglerinfo
   - Sailinganarchy
   - Segelclub Karolinenhof




http://myblog.de/ok-team-berlin

Gratis bloggen bei
myblog.de





Meine erste Begegnung mit der OK Jolle war im Sommer 2005. Damals bin Ich von Kiel nach Berlin gezogen und konnte deswegen nicht mehr wie bisher Pirat segeln, da mir das Boot und die Crew fehlten. So habe ich eine Weile im Internet recherchiert und bin auf die OK Jolle gestoßen. Sofort war ich vom Konzept des Bootes begeistert, da es eine tolle Alternative zu olympischen Bootsklassen darstellt. Es ist für 1 Person, nicht zu kompliziert zu Segeln, hat aber dennoch seine Tücken  , und ein nicht zu unterschätzenden Faktor: Es ist sehr viel erschwinglicher als andere Bootsklassen.
Nachdem ich auch noch einen guten Freund von mir, der jahrelange Segelerfahrung in diversen Bootsklassen hat, fragte, bestätigte mir dieser, dass die OK Jolle das Boot wäre mit dem er am meisten Spaß gehabt hat. Dafür war für mich die Entscheidung schon fast gefallen.
Ich suchte intensiver nach einem Verein in meiner Nähe, in dem ich Leute finden würde, mit denen ich trainieren könnte. Schließlich fand ich die Seite des Segelclub Karolinenhofs ( www.sckev.de ) und war begeistert, denn dort hatte Bernd Willmann eine Jugendgruppe aufgebaut, die, genau wie ich, mit kleinem Budget ein Segelboot haben wollten und dies mit viel Eigenarbeit realisierten.
Ich vereinbarte ein Treffen mit Bernd am nächsten Samstag. Er zeigte mir alles, und erzählte mir, dass er ggf. wüsste, wo er ein Boot für mich finden könnte. Und wie es kommen musste, war ich bereits am nächsten Nachmittag stolzer Besitzer einer 30 Jahre alten OK Jolle, mit diversem antikem Zubehör (Holzmast mit Keil etc.) . Leider aber auch ohne Deck :D



So begann dann die Restaurierung, die ich erstaunlicherweise in 8 Wochen, durch tolle Mithilfe von Bernd, geschafft habe. Sie bestand hauptsächlich aus Schleifen, Schleifen und noch mal Schleifen. Zwischendurch habe ich mit Bernd ein neues Deck aufgezogen. Die Ausreitbänke und das Achterdeck konnten zum Glück drauf bleiben.





Der Gesamtzustand des Bootes war generell erstaunlich gut. Alle Holzarbeiten wirkten sehr professionell. Leider hatte das Boot beim Vorbesitzer einen Unfall, der ein Loch im Linken Teil des Bugs zur Folge hatte. Deswegen ist das ganze Boot auch mit einer Schicht Seide umzogen. Die hat der Vorbesitzer noch übergezogen, dann aber mit dem Aufbau aufgehört.
Da der Lack im Cockpit damals noch in einem prima Zustand konnte Ich ihn bis diesen Winter erhalten. Bei der Erneuerung, die ich in diesem Winter gerade mache, habe ich sogar die originale Nummer des Rumpfes unter dem Lack entdeckt.
Anders als erwartet stimmte diese Nummer allerdings nicht mit meiner Segelnummer ( GER 33 ) überein. Stattdessen besteht der dringende Verdacht, dass mein Boot noch älter ist als erwartet, sie war nämlich die Nr. 18 in der DDR und wurde am Zeuthener See gesegelt, wie ich von einem damals aktiven Segler erfahren konnte.

In der Restauration ging es nach weiterem stundenlangen Schleifen weiter mit der Lackierung. Für mich war dies ein besonderer Moment, da das Boot dann sein endgültiges Gesicht erhalten würde.



Nachdem die Lackierarbeiten an Boot und Deck abgeschlossen waren, ging es nun an das vorläufige Ende der Restauration. Die Beschläge wurden angeschraubt und die erste Segelsaison auf meiner eigenen OK konnte beginnen. Die Taufe im Kreise der OK Mitstreiter durfte natürlich auch nicht fehlen .



Eine Besonderheit meines Bootes war aber auch das Segel. Nicht nur das es noch aus Baumwolle und ziemlich labberig war, ist es auch eine Rarität. Der Segelmacher, der das Katzenkopf Logo in der DDR hatte, war angeblich republikflüchtig und deswegen mussten sämtliche Logos aus den Segeln getrennt werden. Glücklicherweise scheint mein Segel zu diesem Zeitpunkt schon eingemottet gewesen zu sein und hat deswegen überlebt. Heute hängt es bei mir Zuhause an der Wand als Deko…



Doch seitdem hat sich natürlich einiges getan. In der darauf folgenden Zeit hieß es schnellstmöglich das Boot auf einen technischen Stand zu bringen, mit dem man halbwegs Konkurrenzfähig Segeln konnte. Schließlich bin ich bis dahin mit einem Boot unterwegs gewesen, das in den 70er Jahren hängen geblieben war. Da ich sowieso kaum Beschläge zum Boot erhalten habe, war dies die erste Neuerung die ich realisiert habe.
Um außerdem Konkurrenzfähig zu werden, legte ich mir schließlich ein Alumast zu. Das ist zwar immer noch nicht ganz up to date aber immerhin schon besser als ein Holzmast.
Erstaunlicherweise war es deutlich einfacher einen Mast zu finden, als einen preislich vernünftigen Baum. Schließlich habe ich diesen aber auch gefunden.
Da dieser aber in der Saison 07 leider bei 7 Bft. Zerbrochen ist, habe ich da bereits schon die zweite Generation. Und so sah das Boot nach den Modifikationen aus:





Im Moment erneuere ich, wie oben schon erwähnt, das Cockpit und baue neue Tankdeckel, da meine geliebten Waschschüsseln, die ich bisher verwendet habe nicht mehr regelkonform sind.
Außerdem versuche ich ein Karbonmast zu finden, um dem Traum eines Konkurrenzfähigen Klassikers wieder ein Stückchen näher zu kommen.
                                                                               SAK





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung